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Bootsmannspfeife

Bootsmannspfeife

Inhaltsverzeichnis:
  1. Geschichtliches zur Bootsmannspfeife

  2. Aufbau einer Bootsmannspfeife

  3. Handhabung von Bootsmannspfeifen

  4. verschiedene Bootsmannspfeifen Modelle

  5. Bootsmannspfeifen Wörterbuch

  6. Pfeiffen an Bord

  7. unsere Bootsmannspfeifen


Bootsmannspfeife: Eine Nautischer Begriff für eine spezielle Signalpfeife

geschichtliches zu Bootsmannspfeifen

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Die Bootsmannspfeife war einst das einzige Mittel, außer der menschlichen Stimme, für die Befehlserteilung an Bord. Heute gibt es andere, verfeinerte Kommunikationssysteme, aber viele Marine-Mannschaften der Welt traditionsbewusst wie eh und je benutzen die Bootsmannspfeife als ein Zeichen des Respekts, wenn der Kapitän oder besondere Gäste an Bord kommen oder wichtige Befehle erteilt werden. Der Bootsmann war verantwortlich für die Segelmanöver, deshalb musste er häufiger als jeder andere Offizier Befehle weiterleiten. Die Pfeife wurde daher nach ihm benannt. In den alten Tagen waren die Matrosen gedrillt wie Schiffshunde und reagierten sofort auf den Pfeifton. Auf der See, in den Minuten der Gefahr besonders bei Sturm konnten sie den hochfrequenten Ton der Pfeife hören und dem ohne Verzögerung folgen. Befehle, die Segel zu hissen oder die Lunten der Kanonen zu löschen, wurden durch verschiedene Varianten der Töne vermittelt. Es ist bekannt, dass die Sklaven im römischen und im griechischen Reich nach einer Pfeife ähnlich der Bootsmannspfeife monotone Arbeiten verrichteten. Die Bootsmannspfeife wurde zuerst im dreizehnten Jahrhundert, während der Kreuzzüge auf englischen Schiffen gebraucht. Richtig bekannt wurde sie aber erst um 1670, als der „Lord High Admiral of the Navy“ eine goldene Pfeife als Rangabzeichen trug. Diese Pfeife ist als „Whistle of Honour“ in die Geschichte eingegangen. Die regulären Bootsmannspfeifen wurden damals aus Silber gefertigt, und die Offiziere haben ihren Namen darin eingraviert.


Aufbau der Bootsmannspfeifen

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Befehle der Bootsmannspfeife

Eine Bootsmannpfeife (auch Bootsmannspfeife) ist eine metallene Signalpfeife, die an Bord von Schiffen eingesetzt wird. In der Ära der Großsegler diente die Bootsmannpfeife dem Bootsmann zur Weitergabe von Kommandos an die Schiffsmannschaft. Bereits in der Antike sollen römische Ruderer durch Pfeifen befehligt worden sein, in ihrer heutigen Form wurde die Bootsmannpfeife zuerst im 13. Jahrhundert auf englischen Segelschiffen eingesetzt. Obwohl sie nur die beiden Tonhöhen „hoch“ und „tief“ kennt, umfassten bestimmte Signalfolgen eine Vielzahl unterschiedlicher Kommandos. Der laute und schrille Klang übertönte dabei Wetter, See und die Eigengeräusche des Schiffs und unterbrach jede Unterhaltung an Bord. Der Aufbau der Pfeife ist einfach und enthält keine beweglichen Teile, ihr Gebrauch erfordert allerdings einige Übung. Über ein Mundstück wird der Luftstrom in ein enges Rohr geblasen, aus dessen Ende er mit hoher Geschwindigkeit auf eine offene Kugel trifft. Die Kante der Kugelöffnung dient dabei als Labium, ähnlich dem einer Orgelpfeife. Durch unterschiedliches Anblasen und Änderung der Handhaltung kann beim Pfeifen der Ton variiert werden. Grundsätzlich wird zwischen den Signaltönen „hoch“ und „tief“, der Tondauer und ihrer Abfolge unterschieden, auch Triller sind gebräuchlich. Die Instrumente werden aus Metall, meist Kupfer und Messing, gefertigt. Es sind aber auch versilberte und massiv silberne Ausführungen erhältlich und eine goldene Pfeife avancierte 1670 zur Insignie der obersten britischen Admiralität. Die Pfeifen der Deutschen Marine bestehen aus vernickeltem Messing. Je nach Dienstgrad des Benutzers werden sie dort auch Maaten- oder Bootsmannsmaatenpfeife genannt. In der heutigen Schifffahrt werden Befehle an die Mannschaft über Lautsprecher, Megaphone oder Bordfunk weitergegeben und die Bootsmannpfeife spielt nur noch beim Bordzeremoniell auf Militärschiffen eine größere Rolle. So steht jedem Offizier und Würdenträger, der an oder von Bord geht, ein Signal der Ehrerbietung zu: es wird „eine Seite gepfiffen“. Die Pfeife ist des Weiteren auch bei der Flaggenparade und bei der so genannten „Front“ im Einsatz. Eine traditionelle Verwendung findet sie ferner noch auf Segelschulschiffen wie der Gorch Fock, dort werden Befehle weiterhin durch Pfiffe gegeben oder angekündigt
Bootsmann, Deckoffizier, dem die Aufsicht über die Takelung, Anker und Boote zugeteilt ist; das Kommando erteilt er mit Hilfe der Bootsmannspfeife


Geschichte und Gebrauch der Bootsmannspfeife


Die Bootsmannspfeife war einst das einzige Mittel außer der menschlichen Stimme zur Befehlserteilung an Bord.

Heute gibt es andere, verfeinerte Kommunikationssysteme, aber viele Marine-Mannschaften der Welt benutzen aus Tradition die Bootsmannspfeife als ein Zeichen des Respekts, wenn der Kapitän oder besondere Gäste an Bord kommen, oder wichtige Befehle erteilt werden.

Der Bootsmann war verantwortlich für die Segelmanöver, deshalb mußte er häufiger als jeder andere Offizier Befehle weiterleiten. Die Pfeife wurde deshalb nach ihm benannt.

In alten Tagen waren die Matrosen gedrillt wie die Schiffshunde und ragierten sofort auf den Pfeifton. Auf See, in Minuten der Gefahr - besonders bei Sturm - konnten sie den hochfrequenten Ton der Pfeife hören und dem ohne Verzögerung folgen. Befehle, wie etwa Segel hissen, Lunten der Kanonen zu löschen, Klar bei Hängematten etc., wurden durch verschiedene Varianten der Töne vermittelt.

Es ist bekannt, dass die Sklaven im der Römer oder die Ruderer der griechischen Trieren nach einer Pfeife - ähnlich der Bootsmannspfeife - ihre Arbeit verrichteten.

Die Bootsmannspfeife wurde in ihrer heutigen Form zuerst im 13. Jahrhundert während der Kreuzzüge auf englischen Schiffen gebraucht. Richtig bekannt wurde sie aber erst um 1670, als der "Lord High Admiral of the Navy" eine goldene Pfeife als Rangabzeichen trug. Diese Pfeife ist als "Whistle of Honour" in die Geschichte eingegangen.

Die normalen Bootsmannspfeifen wurden aus Silber gefertigt und die Offiziere haben ihren Namen darauf graviert.

Der Gebrauch der Bootsmannspfeife

Die Pfeife soll zwischen Daumen und Zeigefinger so gehalten werden, dass der kugelförmige Teil sich auf die Handfläche stützt. Die übrigen Finger werden um das Luftloch geschlossen, um die austretende Luft abzudrosseln. Es ist darauf zu achten, dass das Loch dabei nicht zugehalten wird, sonst kommt kein richtiger Ton zustande.
Es gibt zwei Haupt-Tonlagen: Hoch und tief. Diese werden variiert, indem man die Stärke des Luftstromes und die Handhaltung ändert.
Bei der offenen Handhaltung wird die Pfeife mit Daumen und Zeigefinger gehalten, die übrigen Finger gespreizt, ohne den Luftstrom abzudrosseln.
Es wird kräftig hineingeblasen.
Für die Tonänderung bildet man mit diesen Fingern eine Kuppel über dem Luftloch, jedoch ohne es zu berühren. Der Ton ist um so höher, je kleiner der Raum über dem Luftloch ist, bzw. je stärker hineingeblasen wird. Weitere Tonvarianten werden erzeugt, indem man die stark austretende Luft mit den Fingern "abkneift".
Der Triller wird durch Vibrieren mit der Zunge wie beim Buchstben "R" hervorgerufen.

"Seite pfeifen" als Zeichen des Respekts

Die bekannteste Anwendung der Bootsmannspfeifen ist "Seite pfeifen", das Zeichen des Respekts. Es geschieht, wenn hohe Marine-Offiziere oder wichtige Gäste an Bord kommen oder aber das Schiff verlassen. Im Hafen oder anderen Landstützpunkten wird sonst nie gepfiffen.

Dieser Brauch hat seinen Ursprung aus den Zeiten, als Kapitäne noch Besuche auf anderen Schiffen auf hoher See zu machen pflegten. Bei solchen Gelegenheiten wurden diese Kapitäne in einem Stuhl mit Hilfe von Seilen aus ihren Booten an Deck gezogen. Die Kommandos dazu wurden mit der Bootsmannspfeife gegeben.
Heute ist die Benutzung der Bootsmannspfeife nur noch auf einigen Ausbildungsschiffen zu beobachten.

Signale
Alle Mann klar zum Manöver hoch

tief

Seite hoch

tief

Boote klar: Jolle hoch

tief

Boote klar: Kutter hoch

tief

Klar bei Hängematten hoch

tief

Pfeifen und Lunten aus hoch

tief

Flaggenparade hoch

tief

Ruhe im Schiff hoch

tief

Rührt euch hoch

tief

Alle Mann Schnaps empfangen hoch

tief

Locken Tondatei
Backen und Banken Tondatei
Besanschot an Tondatei

Bootsmannspfeife Die Bootsmannspfeife ist ein leicht gekrümmtes, dünnes Metallrohr, dem sich langgezogene Triller entlocken lassen. So, wenn ein Offizier sich anschickt, das Fallreep oder die Stelling eines Kriegsschiffs zu betreten. Eine Signalpfeife für Befehle auf Schiffen, aber auch zur Ehrenbezeugung z.B. Seite pfeifen, wenn der Kommandant oder Kapitän an Bord kommt (Bundesmarine). Dann gibt der wachhabende Offizier das Kommando"Seite", der Bootsmannsmaat greift zur Pfeife, und das Ehrensignal für den an Bord Kommenden schrillt über Deck und bedeutet der Haltung annehmenden Mannschaft, an welcher Schiffsseite der zu grüßende Gast erwartet wird. Die Pfeife war einst das einzige Mittel außer der menschlichen Stimme zur Befehlserteilung an Bord. Heute gibt es andere, verfeinerte Kommunikationssysteme, aber viele Marine-Mannschaften der Welt benutzen aus Tradition die Bootsmannspfeife als ein Zeichen des Respekts, wenn der Kapitän oder besondere Gäste an Bord kommen, oder wichtige Befehle erteilt werden. Der Brauch stammt aus der Zeit der Segelschifffahrt. Wenn Offiziere im Beiboot an größere Schiffe herangerudert wurden, brauchten sie im Gegensatz zu ihren Untergebenen nicht über eine schwankende Strickleiter an Bord zu klettern, sondern wurden per Korb an Deck gehievt. Damit das Manöver auch bei Sturm und flatternden Segeln buchstäblich wie am Schnürchen klappte, wurden die dazu notwendigen Befehle akustisch, per Pfeife, erteilt. Sollte der Offizier während eines Bordgottesdienstes oder einer Munitionsübergabe an Bord kommen oder ständig das Fallreep hinauf- und hinuntereilen, so wird die "stille Seite" praktiziert: Die Pfeife bleibt stumm. Der Bootsmann war verantwortlich für die Segelmanöver, deshalb musste er häufiger als jeder andere Offizier Befehle weiterleiten. Die Pfeife wurde deshalb nach ihm benannt. In alten Tagen waren die Matrosen gedrillt wie die Schiffshunde und reagierten sofort auf den Pfeifton. Auf See, in Minuten der Gefahr - besonders bei Sturm - konnten sie den hochfrequenten Ton der Pfeife hören und dem ohne Verzögerung folgen. Befehle, wie etwa Segel hissen, Lunten der Kanonen zu löschen, Klar bei Hängematten etc., wurden durch verschiedene Varianten der Töne vermittelt. Es ist bekannt, dass die Sklaven im der Römer oder die Ruderer der griechischen Trieren nach einer Pfeife - ähnlich der Bootsmannspfeife - ihre Arbeit verrichteten. Die Bootsmannspfeife wurde in ihrer heutigen Form zuerst im 13. Jh. während der Kreuzzüge auf englischen Schiffen gebraucht. Richtig bekannt wurde sie aber erst um 1670, als der "Lord High Admiral of the Navy" eine goldene Pfeife als Rangabzeichen trug. Diese Pfeife ist als "Whistle of Honour" in die Geschichte eingegangen. Die normalen Bootsmannspfeifen wurden aus Silber gefertigt und die Offiziere haben ihren Namen darauf graviert.

Der Gebrauch der Bootsmannspfeife

Die Pfeife soll zwischen Daumen und Zeigefinger so gehalten werden, dass der kugelförmige Teil sich auf die Handfläche stützt. Die übrigen Finger werden um das Luftloch geschlossen, um die austretende Luft abzudrosseln. Es ist darauf zu achten, dass das Loch dabei nicht zugehalten wird, sonst kommt kein richtiger Ton zustande.

Es gibt zwei Haupt-Tonlagen: Hoch und tief. Diese werden variiert, indem man die Stärke des Luftstromes und die Handhaltung ändert. Bei der offenen Handhaltung wird die Pfeife mit Daumen und Zeigefinger gehalten und die übrigen Finger gespreizt, ohne den Luftstrom abzudrosseln. Es wird kräftig hineingeblasen.

Für die Tonänderung bildet man mit diesen Fingern eine Kuppel über dem Luftloch, jedoch ohne es zu berühren. Der Ton ist umso höher, je kleiner der Raum über dem Luftloch ist, bzw. je stärker hineingeblasen wird. Weitere Tonvarianten werden erzeugt, indem man die stark austretende Luft mit den Fingern "abkneift".
Der Triller wird durch Vibrieren mit der Zunge wie beim Buchstaben "RRRR" hervorgerufen.

Die bekannteste Anwendung der Bootsmannspfeifen ist "Seite pfeifen", das Zeichen des Respekts. Es geschieht, wenn hohe Marine-Offiziere oder wichtige Gäste an Bord kommen oder aber das Schiff verlassen. Im Hafen oder anderen Landstützpunkten wird sonst nie gepfiffen.

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In der Kaiserlichen Marine hieß sie noch Bootsmannspfeife, aber schon vor der Jahrhundertwende wurde sie fast nur noch von Maaten und Obermaaten gebraucht. Portepeeunteroffiziere benutzten wie Deckoffiziere die Batteriepfeife, eine einfache Trillerpfeife, die bis dahin nur den Offizieren vorbehalten war.

Die Bootsmannsmaatenpfeife geht angeblich auf einen antiken Calamus (Schilfrohr) zurück, der mit einer kleinen Fruchtschale verbunden war. Aber auch im 13. Jahrhundert wird auf europäischen Schiffen vom Calamus gesprochen. Um 1670 soll eine solche Pfeife in Gold dem "Lord High Admiral of the Navy" in Britannien verliehen worden sein. Derartige Stücke sind aus Silber ebenso überliefert wie aus anderen Metallen. Offiziere ließen sich auf das senkrechte Stück den Namen oder eine Widmung eingravieren. Die Handhabung der Pfeife ist eine besondere Kunst. Früher mußte der Besitzer sich eine neue Pfeife erst zurechtklopfen und feilen, um einen möglichst klaren und durchdringenden Ton herauszubringen. Sodann faßt man die Pfeife mit dem Daumen an der waagerechten Platte und greift mit dem Zeigefinger über das Rohr, um die Pfeife festzuhalten. Mit den übrigen drei Fingern kann man nun den Luftstrom abkneifen, um einen hohen Ton zu erzeugen, oder die Finger öffnen, um einen tieferen Ton zu erzielen. Durch Bewegen des Gaumenzäpfchens erreicht man einen leicht trillernden Ton. Die auf der Bootsmannsmaatenpfeife erzeugten Töne haben den großen Vorteil, daß sie auch hei schlechtem Wetter überall durchdringen. Beim Ertönen der Bootsmannsmaatenpfeife hat im Deck sofort Ruhe zu herrschen. Die Ausrede, die Pfeife nicht gehört zu haben, ist unzulässig. Da es der Stolz jedes Maaten ist, die Bootsmannsmaatenpfeife richtig zu beherrschen, fallen Schulschiffe in aller Welt dadurch auf, daß sich abends um die Zeit der Abendronde in Hafenschuppen und Ecken überall ein Maatenschüler oder Offizieranwärter in der Kunst der Bootsmannsmaatenpfeife übt. Neben den hohen und tiefen Tönen und dem Trillern müssen natürlich die verschiedenen Signale beherrscht werden. Sie sind auf dem beiliegenden Blatt nach dem alten Dienst an Bord wiedergegeben. Dabei entspricht der unterste (tiefste) Ton einer offenen Handhaltung. Ihm folgt die halbgeschlossene Hand und darauf die geschlossene, und der höchste und durchdringendste Ton wird mit der abgekniffenen Hand erreicht. Da der ältere Obergefreite z. B. als Fallreepsgefreiter bereits mit der Bootsrnannsmaatenpfeife umgehen können mußte, um Seite zu pfeifen oder einen Befehl auszusingen, ist ein mißglückter Pfiff für einen Unteroffizier höchst blamabel. Meist wird er durch den Ruf quittiert "Der letzte Wagen bleibt stehen !", um an einen Eisenbahnbeamten zu erinnern.

Die Bootsmannsmaatenpfeife ist mit fast gleichen Signalen heute wohl bei allen Marinen auf der Welt gebräuchlich. Besonders auf Segelschiffen hat sie sich zu allen Zeiten bewährt. Die Arbeitspfiffe sind hier beim rhythmischen Anziehen oder Losgeben von Leinen geradezu unerläßlich. Dabei ist zur Erklärung darauf hinzuweisen, daß auch die Ehrenbezeigung durch Seite-Pfeifen ursprünglich ein Arbeitsvorgang war. Mannschaft enterte an einem herabgelassenen Tau, einem Fallreep noch im 18. Jahrhundert an Bord. Für Offiziere wurde an diesem über einen Block laufenden Reep" ein Korb oder Stuhl befestigt, in den sie einstiegen und darin durch die Fallreepsgasten nach dem Ton der Bootsmannsmaatenpfeife gleichmäßig vorgeheißt wurden.

Als das am schwersten zu pfeifende Signal gilt das letzte "Alle Mann  Schnaps empfangen"; es ist identisch mit "Besan Schot an !" Es war dies auf den alten Rahsegelschiffen meist bei Segelmanövern die letzte, am wenigsten anstrengende Arbeit, nämlich das Anholen der Besanschot und Belegen. Da dies auf dem Achterdeck geschah, konnte der Kapitän bei Zufriedenheit mit dem Manöver die Männer mit einem Schnaps belohnen. Daß dazu alle auf das Achterdeck kamen, war selbstverständlich. Die gewohnten Befehle werden nach fast vorgeschriebenen Melodien ausgesungen und von erfahrenen Unteroffizieren mit Zusätzen versehen. Diese Zusätze müssen in der Melodie dem Haupttext entsprechen. Leider sind sie wie hier meist nur bruchstückweise aufgezeichnet.

Den Seemann begleiten sie den ganzen Tag, vom ersten Locken fünf Minuten vor dem Wecken angefangen bis in die späten Abendstunden zum "Licht aus! Ruhe im Schiff". Folgte auf das Locken noch das relativ gemütliche . "Diiie Backschafter sich klarmachen!", war das Wecken schon weniger gemütlich. "Reise! Reise! Rut ut dem Schietkorb, Lüft an! Lüft an das Gatchen! Reise, Reise! Iiiiberall zurrt Hängematten! Antreten an Oherdeck zur Hängemattsmusterung!" Nur Sonntags konnte es etwas gemütlicher sein. Dann folgte eine ganz alte Segelanweisung: "Zum Locken , Backbord voraus Laboe in Sicht, Hein Seemann Lüft dein A.. -gewicht". Nach dem "Reise, Reise, Aufstehen!", "Der Bäcker von Laboe ist da" (Gemeint ist der weiße Leuchtturm!), "Die Waschfrau zeigt von achtern klar!" (Das Leuchtfeuer Bülk zeigt klar zum Einschwenken nach Steuerbord), "Auf Soldaten reckt die Leiber!" (Die Seesoldaten müssen sich klarmelden zum Postenstehen), "Die Pier steht voller wilder Weiber!" (Die Duckdalben sind zu erkennen), "Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, ist einer, der die Waschfrau kennt,..!" (Die Waschfrau kam mit dem Boot entgegengerudert, um die Wäsche der Soldaten möglichst früh einzusammeln. sie wurde meist stürmisch begrüßt), "Reise, Reise! Aufstehen ... !"

Solche und ähnliche oft recht originelle Nebensprüche gab es, wo es sich machen ließ, wohl zu jedem Befehl. Bis zum abendlichen "Liiicht aus! Rruhe im Schiff !". Es folgte in verschiedenen Varianten:  "Geiiister und Klabautermänner auf Stationen, Leute mit abstehenden Ohren auf die Back zum Segeln !" usw., was dem Bootsmaaten der Wache an Unfug, der wohl geduldet wurde, gerade einfiel. Diese humorvollen Einlagen hatten bei der ständigen Anspannung des Dienstes, der Tag und Nacht gemacht werden mußte, durchaus ihren belebenden Sinn. Heute würden wir sagen, der Streß und das Einerlei ließen sich leichter ertragen.

Zu der Bootsmannsmaatenpfeife gehört außerdem das Pfeifenhändsel. Dieses knüpfte sich jeder Bootsmaat, der etwas auf sich hielt, aus einer Aneinanderreihung von Zierknoten meist aus Segelgarn selber.


Also die Bootsmannspfeife gibt es seit dem 13ten Jh. und sie bestand damals aus antiken calamus (Schilfrohr) welches mit einer kleinen Fruchtschale verbunden war.Die Pfeife ist das einzige was selbst bei "Unwettern" noch zu hören ist.Es gibt verschieden Signale unter anderem auch das wenn der Capt.das Schiff betritt.
Seemännische Rituale wie das Tragen der Uniform, Einholen und Hissen der Fahne, feierliche Musik und das Blasen der Bootsmannspfeife geben der begleiteten Seebestattung ihre eigene Feierlichkeit.
Pfeiffen an Bord !!!!!!!!!
Das Verbot hatte einen praktischen Grund. Auf den großen Rahschiffen hat der Bootsmann (mit der = Bootsmannspfeife) die Kommandos der Schiffsführung in Pfeifsignale umgesetzt, damit jene auch bei Sturm und Wind noch richtig bei Jan Maat ankamen. Ein dazwischen pfeifender Seemann hätte da einige Verwirrung stiften können. Deshalb hieß es nicht ohne Grund: An Bord pfeifen nur der Wind und der Bootsmann!
Das schrägste Mitgebringsel Buttons? T-Shirts? Aufblasbare Schwerter? Alles langweilig. Das beste Gimmick gab es von Sunflowers, die zur "Anno 1791"-Präsentation eine klassische Bootsmannspfeife verteilten. Diese wurde und wird noch heute in der Seefahrt benutzt, um den Matrosen Kommandos zu geben oder den Kapitän beim an/von Bord gehen zu grüßen. Der helle Ton der Pfeife ist bestens dazu geeignet, die Kollegen in den Wahnsinn zu treiben. Sehr gut.
Der Kerl hielt sich dran. Nach drei Minuten trat ich ihm ma ganz kurz auf seine Plattfüße, und ruck, zuck sachte er: „Amen.“ Ein Offizier nahm seine Bootsmannspfeife und pfiff dem Otto die letzte Seite, dat iss son ehrender, letzter Gruß bei die Seeleute. Vier Mann hoben den Tisch, marschierten damit zur Reling, neigten ihn und wuppdich, unser lieber Otto landete mit nem sauberen Köpper im schönen lauwarmen Mittelmeer.
Die Mitglieder wollen durch ihre Tätigkeit das Leben an Bord eines Schiffes dieser Art vermitteln. Dazu wird bei Törns nach Wachplan Wache gegangen (nautisch und technisch), die Zeitmessung erfolgt nach „Glasen“, Kommandos werden mit der Bootsmannspfeife übermittelt, Flaggenparaden in Häfen durchgeführt, seemännische Arbeiten verrichtet (Knotenkunde, An-, Ablegemanöver, Schleusungen) usw. Mannschaftsmitglieder repräsentieren das Schiff in fremden Häfen und unterstützen im Ausland die Völkerverständigung. Hier soll der Funke der Begeisterung für alles Maritime überspringen und die Notwendigkeit der Verantwortungsübernahme deutlich werden. Teamwork wird großgeschrieben. Auch ist eine Ausbildung/Prüfungsvorbereitung für verschiedene Sportbootführerscheine angedacht


Bootsmannspfeifenwörterbuch

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Bootsmannspfeife Übersetzungen
deutsch: Bootsmannspfeife
englisch: Boatswain's call, Boatswain's pipe, bosun's call, bosun's pipe
französich:
polnisch:
russisch:
schwedisch: Skepparpipa
dänisch:
finnisch:
portugiesisch:
spanisch:
italienisch:
norwegisch: Båtmannspipe
Bootsmannspfeife Deklination
Kasus Singular Plural
Nominativ die Bootsmannspfeife die Bootsmannspfeifen
Genitiv die Bootsmannspfeife die Bootsmannspfeifen
Dativ die Bootsmannspfeife die Bootsmannspfeifen
Akkusativ die Bootsmannspfeife die Bootsmannspfeifen
irrtümliche Schreibweisen: Bootsmannpfeife
abgeleitete Begriffe: Bootspfeife, Schiffspfeife, Signalpfeife, Matrosenpfeife
Synonyme: Bootsmannpfeife, Bootsmannsmaatenpfeife, Bootsmanns-Maaten-Pfeife, Maatenpfeife


weitere Lockbücher:
Buddelschiffe
Bullaugen
Decksprismen
Decksstühle
Elbsegler
Fernrohre
Fischerhemden
Fischernetze
Flaggentaschen
Galionsfiguren
Harpunen
Kapitänsmützen
Knotentafeln
Kokosfender
Kompasse
Krängungsmesser
Leuchttürme
Logbücher
Lotsenleiter
Lupen
Maschinentelegrafen
Matrosenmesser
Megaphone
Nebelhörner
Netzkugeln
Netznadeln
Rettungsringe
Reusen
Ruderriemen
Schiffsblöcke
Schiffsflaggen
Schiffsglocken
Schiffslaternen
Schiffsmodelle
Schiffssteuerräder
Schiffsuhren
Seekartenzirkel
Sextanten
Steuerräder
Steuerstandände
Taucherhelme
Teleskope
Windsäcke
Quellen: Wikipedia u.a.